Jedes Jahr am Pfingstwochenende verwandelt sich die Flensburger Förde in das größte Treffen traditioneller Segelschiffe Nordeuropas. Die Rum-Regatta — seit 1980 fester Termin im norddeutschen Segelkalender — bringt über 100 Gaffelsegler, Yawls, Schoner und Logger nach Flensburg. Zum Sieg gibt es kein Preisgeld, sondern ein Fass Rum.
Geschichte — wie aus 25 Booten ein Volksfest wurde
Die Idee entstand 1980 unter Flensburger Traditionsseglern, die der zunehmenden Hightech-Yachtszene einen Kontrapunkt entgegensetzen wollten — keine modernen Carbon-Boote, sondern historische Holzschiffe, gesegelt mit Gaffeltakelung wie vor hundert Jahren. Der Name spielt auf Flensburgs Geschichte als Rum-Stadt an: Aus dem Westindienhandel des 18. und 19. Jahrhunderts wurde Rum zum heimlichen Stadtsymbol — und damit zur passenden Trophäe.
Aus zunächst rund 25 Booten ist die größte Versammlung traditioneller Segler im Ostseeraum geworden. 2024 segelten über 130 Schiffe aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Skandinavien mit; das Begleitfest am Hafen zog rund 100.000 Besucher an. Der Rhythmus — Pfingstfreitag bis Pfingstmontag — hat sich seit 1980 nie geändert.
Inhalt — Programm und Ablauf
Das Programm gliedert sich in zwei Teile: das Hafenfest am Museumshafen mit Schifferchören, maritimem Markt, Live-Musik und Rum-Verkostungen — und die Regatta selbst am Pfingstsonntag und -montag. Gestartet wird traditionell vor der Mole bei Wassersleben; die Schiffe segeln in mehreren Klassen (u.a. Gaffelschoner, Yawl, Logger) über etwa 12 Seemeilen entlang der Förde. Zuschauer beobachten das Spektakel vom Ufer, vom Schloss Glücksburg aus oder von Begleitbooten.
Highlights — was man nicht verpassen darf
Das Auslaufen am Pfingstsonntag, wenn alle Schiffe unter Segeln die Förde hinausziehen, ist eines der schönsten maritimen Schauspiele Deutschlands — vor allem die roten Segel der Tjalken vor dem dunklen Förde-Hintergrund. Dazu: das Abendprogramm mit Schifferliedern an der Schiffbrücke, die Siegerehrung im traditionellen Stil mit dem berühmten Rum-Fass und das internationale Crew-Treiben in den Hafenkneipen. Pflichtbesuch: das Schiffahrtsmuseum am Hafen, das während der Regatta Sonderführungen anbietet.
Praktische Tipps für Besucher
Anreise mit dem Auto wird empfohlen — die Bahn ist über Pfingsten meist überlastet. Die besten Zuschauerplätze sind die Mole bei Wassersleben (Start und Auslauf), der Friedrichsberg sowie die Höhe Holnis (Regattaroute). Hotels und Ferienhäuser an der Förde sind für das Pfingstwochenende oft Monate vorher ausgebucht — wer 2026 dabei sein will, sollte spätestens im Spätherbst reservieren. Eintritt zum Hafenfest ist frei; für Begleitfahrten lohnt eine Buchung über die Veranstalter-Webseite rumregatta.de.
Pfingsten an der Förde
Die Villa Boreal liegt nur 20 Autominuten von Flensburg entfernt und ist die ideale Basis für ein Pfingstwochenende mit Rum-Regatta — ruhig zwischen den Festtagen, am Wasser, mit Sauna und Whirlpool. Jetzt Pfingsten 2026 reservieren — die Verfügbarkeit ist begrenzt.
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